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Mental-Load-Liste: die unsichtbaren Aufgaben einer Familie

Alles, woran in einer Familie jemand denken muss, ausgeschrieben und nach Bereichen sortiert. Damit ihr darüber reden könnt, ohne es erst zusammensuchen zu müssen.

Das Anstrengende an Familienorganisation ist selten das Tun. Es ist das ständige Mitdenken: dran denken, planen, im Blick behalten, rechtzeitig anstoßen. Diese Arbeit ist unsichtbar, sie steht auf keiner Liste, und genau deshalb ist sie so schwer zu teilen.

Hier steht sie aufgeschrieben. 64 Punkte, nach Bereichen sortiert. Nicht alles davon trifft auf jede Familie zu, und es geht auch nicht darum, alles abzuarbeiten. Es geht darum, dass beide dasselbe vor Augen haben, wenn ihr über Aufteilung redet.

Wie ihr die Liste am besten lest: Geht sie getrennt durch und markiert, wer an den jeweiligen Punkt denkt. Nicht wer ihn ausführt, sondern wer daran denkt. Der Unterschied zwischen euren beiden Fassungen ist die eigentliche Information.

Die unsichtbaren Aufgaben nach Bereichen

Gesundheit und Vorsorge

Kindergarten, Schule und Betreuung

Kleidung und Ausstattung

Essen und Vorräte

Termine, Fristen und Papierkram

Soziales, Geburtstage und Feste

Haushalt, aber das Mitdenken davon

Urlaub, Ferien und Ausflüge

Sicherheit und Notfall

Die Denkarbeit hinter der Denkarbeit

Was ihr mit der Liste macht

  1. Getrennt durchgehen. Jede und jeder markiert für sich, woran er oder sie denkt. Ohne Absprache, sonst gleicht man sich unbewusst an.
  2. Nebeneinander legen. Meist zeigt sich nicht nur eine andere Menge, sondern ein Muster: ganze Bereiche liegen bei einer Person.
  3. Drei Punkte übergeben. Nicht dreißig. Drei, die vollständig die Seite wechseln.
  4. Nach ein paar Wochen kurz nachschauen. Nicht als Kontrolle, sondern um zu sehen, ob es angekommen ist oder zurückgerutscht ist.

Was beim Übergeben wirklich zählt

Die Zuständigkeit wandert mit

Eine Aufgabe ist erst übergeben, wenn auch das Nachhalten übergeben ist. Solange eine Person daran erinnern muss, hat sie die Aufgabe immer noch, nur die Ausführung liegt woanders. Das ist der häufigste Grund, warum sich nach dem Aufteilen wenig ändert.

Es darf anders gemacht werden

Wer eine Aufgabe übernimmt, macht sie anders. Das ist kein Fehler, sondern der Preis dafür, sie loszuwerden. Wenn jedes Detail nachkorrigiert wird, bleibt die Denkarbeit da, wo sie war.

Weniger ist mehr

Drei Themen, die stabil die Seite gewechselt haben, bringen mehr als zwanzig, die nach zwei Wochen wieder zurückgerutscht sind.

Wenn ihr vorher wissen wollt, wie schief es bei euch gerade liegt: Der Mental-Load-Test braucht drei Minuten und läuft komplett im Browser. Und was beim Aufteilen sonst noch hilft, steht im Ratgeber Mental Load fair aufteilen.

Damit die Liste nicht nur eine Liste bleibt

In shary liegen diese Punkte an einem Ort, den beide sehen. Wiederkehrendes wechselt automatisch die Seite, und Erinnerungen kommen mit Vorlauf statt am Stichtag.

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