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STIKO-Impfkalender: welche Impfung für Kinder wann ansteht

Die Kinderimpfungen richten sich nach dem Alter, nicht nach dem Kalender. Hier stehen sie der Reihe nach, so wie die STIKO sie empfiehlt.

Welche Impfungen für Kinder in Deutschland empfohlen werden, legt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut fest. Der Impfkalender wird einmal im Jahr aktualisiert. Die Termine hängen nicht am Kalenderdatum, sondern am Alter des Kindes, und die meisten Impfungen brauchen mehrere Dosen in bestimmten Abständen. Genau das macht sie im Alltag schwer zu behalten.

Säuglinge und Kleinkinder

AlterImpfung
ab 6 WochenRotaviren (Schluckimpfung). Je nach verwendetem Impfstoff zwei oder drei Dosen im Abstand von mindestens vier Wochen. Es lohnt sich, früh damit anzufangen.
2 MonateErste Dosis der 6-fach-Impfung gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Hib, Kinderlähmung und Hepatitis B. Dazu die erste Dosis gegen Pneumokokken und gegen Meningokokken B.
4 MonateZweite Dosis derselben drei Impfungen: 6-fach, Pneumokokken und Meningokokken B.
11 MonateDritte Dosis der 6-fach-Impfung und der Pneumokokken-Impfung. Dazu die erste Dosis gegen Masern, Mumps und Röteln sowie gegen Windpocken (Varizellen).
12 MonateDritte Dosis gegen Meningokokken B.
15 MonateZweite Dosis gegen Masern, Mumps und Röteln sowie gegen Windpocken.
Zur Einordnung: Diese Seite gibt eine Orientierung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Was für euer Kind gilt, bespricht ihr mit eurer Kinderärztin oder eurem Kinderarzt. Maßgeblich sind die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut und die Kinder-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses.

Ein paar Dinge, die dabei oft untergehen:

Kinder und Jugendliche

AlterImpfung
5 bis 6 JahreErste Auffrischung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten.
9 bis 14 JahreHPV (humane Papillomviren) für alle Mädchen und Jungen: zwei Dosen im Abstand von mindestens fünf Monaten. Beginnt die Impfserie erst ab 15 Jahren oder liegt zwischen den beiden Dosen weniger als fünf Monate, ist eine dritte Dosis nötig.
9 bis 16 JahreZweite Auffrischung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten, dazu eine Auffrischung gegen Kinderlähmung.
12 bis 14 JahreMeningokokken ACWY: eine einmalige Impfung gegen die Serogruppen A, C, W und Y.

Versäumte Impfungen aus dem Kalender sollen nachgeholt werden, für die Grundimmunisierung von Kindern und Jugendlichen ist dafür Zeit bis zum 18. Geburtstag.

RSV-Schutz für Säuglinge

Gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) bekommen Säuglinge keinen Impfstoff, sondern monoklonale Antikörper (Nirsevimab) als Einmaldosis. Der Zeitpunkt hängt vom Geburtsmonat ab:

Was sich 2026 geändert hat

Die bisherige Impfung gegen Meningokokken C im Alter von zwölf Monaten ist entfallen. Stattdessen ist jetzt für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren eine Impfung gegen Meningokokken A, C, W und Y vorgesehen. Wenn euer Kind älter ist und einen alten Impfplan im Kopf hat: Das ist der Punkt, an dem sich ein Blick in den Impfpass lohnt.

Was hier nicht steht

Der Impfkalender enthält daneben Impfungen, die nicht für alle Kinder vorgesehen sind, sondern bei bestimmten Vorerkrankungen, Berufen oder Reisen. Auch Grippe und COVID-19 sind für gesunde Kinder keine Standardimpfungen. Ob im Einzelfall etwas davon sinnvoll ist, besprecht ihr am besten in der Praxis.

Die drei häufigsten Stolperfallen im Alltag

Die Abstände zwischen den Dosen

Eine Impfung ist erst mit der letzten Dosis vollständig. Die Termine liegen Monate auseinander, und dazwischen erinnert im Alltag nichts daran. Genau hier bleiben Impfserien am häufigsten unvollständig.

Die große Lücke nach dem zweiten Geburtstag

Nach 15 Monaten passiert lange nichts, bis rund um den Schulanfang die erste Auffrischung ansteht. Drei Jahre ohne Anlass sind eine lange Zeit, um etwas im Kopf zu behalten.

Der Impfpass liegt zu Hause

Beim Termin fehlt oft genau das Heft, in dem steht, was schon erledigt ist. Ein Foto davon am Handy löst das in zwei Sekunden.

Und in Österreich?

Dort gilt der Impfplan des Gesundheitsministeriums, der sich in einigen Punkten vom deutschen unterscheidet. Wenn ihr in Österreich lebt, findet ihr die Termine im Überblick zum österreichischen Impfplan.

Quellen

Stand der Angaben auf dieser Seite: Impfkalender 2026. Empfehlungen können sich ändern, im Zweifel gilt die jeweils aktuelle Fassung bei der genannten Stelle.

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